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Cux-O-Mat

martin-herz.io / Küstenblick

Cuxhaven hatte keinen lokalen Wahl-O-Mat zur Kommunalwahl 2026. Kommunalpolitische Informationen waren verteilt, unübersichtlich und für Bürger schwer nachvollziehbar.

Der Ausgangspunkt: Kommunalpolitik ist selten zugänglich

Kommunalpolitik betrifft jeden, verstehen tun sie die wenigsten. Wahlprogramme sind lang, Informationen verteilt, politische Bildung fehlt oft komplett. Der Cux-O-Mat sollte genau da ansetzen: ein Wahl-O-Mat für Cuxhaven, mit dem man die eigene Position mit der von Parteien und Kandidaten vergleichen kann, verständlich statt sperrig.

Aus einem Wahl-O-Mat wird ein Portal

Was ursprünglich als reiner Positionsvergleich gedacht war, ist während der Entwicklung deutlich größer geworden. Der Cux-O-Mat vereint heute sechs Bereiche unter einem Dach: Positionsvergleich, Parteiwiki, Statistiken, Umfragen, Anträge und eine Übersicht der Wahlbereiche. Kein reines Vergleichstool für den Wahltag, sondern ein Portal, das auch danach zur Nachvollziehbarkeit kommunalpolitischer Entscheidungen genutzt werden kann.

Offene Daten für alle

Ein eigener Bereich der Plattform macht kommunalpolitische Informationen strukturiert zugänglich, für Bürger, Presse, Schulen und Forschungseinrichtungen. Über eine geplante API sollen diese Daten auch automatisiert abrufbar sein, mit gestaffelten Kontingenten von kostenlos bis professionell. Der Grundsatz dahinter bleibt einfach: Die Informationen selbst bleiben kostenlos, finanziert wird nur die Infrastruktur dahinter.

Statistiken mit Substanz statt nur mit Zahlen

Ein gutes Beispiel für den Anspruch der Plattform ist der Statistikbereich. Zahlen wie die Zusammensetzung der städtischen Steuererträge werden nicht einfach nur als Diagramm hingestellt, sondern mit Einordnung, Quellenangabe und Hinweisen zu Auffälligkeiten versehen. Wer eine Zahl sieht, bekommt auch den Kontext dazu, warum sie so aussieht, wie sie aussieht.

Ein System für mehr als nur Cuxhaven

Neben der eigentlichen Cuxhavener Plattform gibt es einen eigenen Bereich für Kommunen, der zeigt, dass das dahinterliegende System nicht auf eine einzelne Stadt beschränkt ist. Zwei Modelle sind angedacht, von der Bürgerinitiative bis zur offiziellen Umsetzung durch eine Kommune oder Verwaltung selbst, jeweils mit eigenem Kostenmodell und eigenem Funktionsumfang.

Aktueller Stand

Der Cux-O-Mat ist technisch vollständig entwickelt und release-fertig. Die Veröffentlichung ist bis zum Wahlergebnis am 13. September 2026 pausiert, da für die redaktionelle Arbeit eines Wahl-O-Mats rechtzeitig neutrale Mitwirkende gefunden werden müssen, was innerhalb des Zeitrahmens nicht möglich war.

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